Verstellbarer Schmuckverschluss mit Schiebeknoten – einfach, praktisch und sieht gut aus
Es gibt so ein paar Dinge beim Schmuckbasteln, die einfach Klick machen, wenn man sie einmal verstanden hat. Für mich war das definitiv der Moment, als ich den Schiebeknoten zum ersten Mal ausprobiert hab. Ich wollte eine schlichte, verstellbare Kordelarmband machen, ohne Karabiner, ohne Metallteile – einfach nur Band und Knoten. Und was soll ich sagen: Es hat funktioniert, besser als erwartet.
Warum Schiebeknoten?
Ganz ehrlich – es gibt nichts Nervigeres als ein Armband, das nicht richtig passt. Mal zu eng, mal zu locker… oder man braucht beim Anlegen immer eine zweite Hand. Schiebeknoten lösen genau dieses Problem. Sie sind super für Armbänder oder Halsketten aus Leder, Baumwollkordel, gewachster Schnur oder was du sonst so da hast.
Wenn du den Dreh einmal raus hast, kannst du damit fast jedes Stück verstellbar machen – ganz ohne Verschluss. Und ja, man braucht ein bisschen Geduld am Anfang, aber es lohnt sich.
Was du brauchst
- Zwei Stücke Kordel, je ca. 12–15 cm lang
(mind. 1 mm dick, sonst wird’s fummelig) - Schere
- Optional: ein Tupfer Bastelkleber für extra Halt
Die eine Kordel ist dein „Basisband“ – das ist quasi das eigentliche Armband oder die Kette. Mit der zweiten Kordel machst du den Schiebeknoten drumherum.

So machst du den Schiebeknoten (eine Seite)
- Lege die Knoten-Kordel quer über dein Basisband.
Die Enden der Knoten-Kordel zeigen nach unten und oben, das Basisband liegt horizontal. - Mach eine Schlaufe mit dem oberen Ende.
Einfach zurückführen und mit Daumen und Zeigefinger gegen das Basisband drücken. - Jetzt wird gewickelt.
Nimm das andere Ende der Knoten-Kordel und wickle es locker 3–4 Mal um die Schlaufe und das Basisband. Die Wicklungen sollten nebeneinander liegen, nicht überlappen. - Zieh das Ende durch alle Wicklungen durch.
Am besten machst du das auf dem Tisch – dann verrutscht nix. - Zieh vorsichtig fest.
Halte dabei die Wicklungen schön in Form. Wenn’s zu locker ist, hält’s nicht. Wenn’s zu fest ist, lässt sich später nix mehr bewegen. Also lieber mit Gefühl. - Enden kürzen – aber nicht zu kurz.
Lass ein kleines Stück stehen, damit sich der Knoten nicht löst. Wenn du willst, kannst du das Ende mit einem Hauch Kleber sichern.
Dann machst du genau dasselbe nochmal – nur mit dem anderen Ende des Basisbands und der zweiten Knoten-Kordel.
Wie funktioniert das Verstellen?
Ganz easy: Wenn du die Knoten auseinanderziehst, wird das Armband kleiner. Wenn du sie zusammenschiebst, wird’s größer. Am Anfang bildet sich zwischen den Knoten so eine kleine „Welle“ – die ziehst du dann glatt, indem du den zweiten Knoten nachziehst.
Klingt simpel – ist es auch. Aber glaub mir: Beim ersten Versuch sitzt man ein paar Minuten da und fragt sich, warum sich nix bewegt. Nicht aufgeben. Man kriegt das Gefühl recht schnell.
Mein persönlicher Fail (und was ich gelernt hab)
Beim ersten Mal hab ich eine viel zu dünne Baumwollkordel genommen – sah hübsch aus, aber der Knoten hat einfach nicht gehalten. Und als ich ihn fester gemacht hab, ließ er sich nicht mehr schieben. Also: Nimm eine Kordel mit etwas Griff, so 1–1,5 mm dick. Leder geht super, gewachste Baumwolle auch.
Und: Wenn du den Knoten machst, halte die Schlaufen in Form. Einmal wild gewickelt = unbrauchbar. Ich hab zwei Versuche gebraucht, dann lief’s.
Noch ein paar Ideen
- Wenn du einen kleinen Anhänger oder Perlen auf dem Armband hast, hilft dir der Schiebeknoten auch dabei, die Position zu fixieren. Du kannst alles ganz easy verschieben und anpassen.
- Funktioniert auch super bei Freundschaftsbändern oder Makramee-Armbändern mit Lederkante.
- Du kannst statt zwei separaten Knoten auch einen einzigen rundum machen – sieht aus wie ein Wickelknoten. Aber zwei einzelne geben dir mehr Kontrolle.
Fazit
Der Schiebeknoten ist wie das Schweizer Taschenmesser beim Schmuckbasteln – klein, unscheinbar, aber extrem nützlich. Wenn du ihn einmal draufhast, willst du ihn nicht mehr missen. Ich nutze ihn inzwischen bei fast jedem Armband, das keinen festen Verschluss haben soll. Und das Beste: Man braucht wirklich nur Schnur, ein bisschen Geduld – und dann läuft’s.


