Wie man Kunstschnee herstellt

Wie man Kunstschnee herstellt

Künstlicher Schnee selbst gemacht – Winterspaß ohne kalte Finger

Ich liebe Schnee. Also… die Idee davon. Weiße, glitzernde Landschaften, leise fallende Flocken, Kinderlachen. Was ich weniger liebe? Kalte, nasse Socken. Matschepfützen im Flur. Und der ewige Streit um zu dünne Handschuhe.

Also hab ich letztes Jahr einen kleinen Trick ausprobiert, um die Magie des Schnees ins Wohnzimmer zu holen – ohne den ganzen Winterkram. Das Ergebnis? Künstlicher Schnee, selbst gemacht aus genau zwei Zutaten. Und das Beste: Die Kinder waren über eine Stunde lang beschäftigt. Freiwillig. Ohne Bildschirm.


Was du brauchst

Das meiste hast du wahrscheinlich sowieso schon daheim:

  • Eine große Schüssel
  • 1 Packung Natron (ca. 500g)
  • Rasierschaum (am besten den günstigen aus der Drogerie)
  • Optional: etwas Glitzer für den extra Zauber

Wenn du willst, kannst du auch kleine Förmchen, Messbecher, Knöpfe, Karottenstummel oder kleine Äste bereitlegen – alles, womit Kinder bauen und basteln können.


So geht’s – ohne viel Gedöns

1. Natron in die Schüssel kippen.
Einfach komplett rein damit. Das ist die „Schnee-Basis“, wenn man so will.

2. Nach und nach Rasierschaum dazugeben.
Hier gibt’s keine exakte Menge. Ich fange meistens mit einer ordentlichen Portion an (etwa 1/3 der Dose) und rühre mit den Händen um. Dann kommt etwas mehr, bis die Masse anfängt, Form zu halten. Du merkst das sofort – es wird plötzlich „knetbar“, so ein bisschen wie feuchter Sand. Genau richtig, um Schneemänner oder Schneekugeln zu formen.

3. Wer mag: Glitzer dazu.
Nicht jeder steht auf Glitzer, ich weiß. Ich persönlich finde ein bisschen Silberglanz macht es noch ein bisschen magischer – aber ehrlich, du kriegst das Zeug nie wieder aus dem Teppich. Also gut überlegen.

4. Jetzt wird gematscht.
Hier kommt der spaßige Teil. Hände rein und los! Kinder lieben das. Es ist kalt, weich, und lässt sich wunderbar zerdrücken, pressen, formen. Keine Sorge, das Zeug ist ungiftig – aber es ist trotzdem keine gute Idee, es in die Augen oder den Mund zu bekommen. Also am besten nur unter Aufsicht.


Was man damit machen kann (mehr als man denkt)

  • Mini-Schneemänner bauen: Zwei Kugeln rollen, Knopf-Augen rein, ein Stück Karotte als Nase – fertig.
  • Schneeburgen formen: Mit Messbechern kleine Türmchen bauen oder richtige Mini-Schlösser errichten.
  • Weihnachtsdeko: Auf Tannenzweige streuen (wenn sie künstlich sind), in ein Glas mit LED-Lichtern geben oder als Tischdeko verwenden.
  • Einfach nur fühlen: Besonders für kleinere Kinder ist die Konsistenz ein Erlebnis für sich.

Ich hatte eine kleine Wanne vorbereitet, in der meine Tochter einfach nur mit dem Schnee herumgekrümelt hat. Später hat sie versucht, mit einem Teelöffel kleine „Eiskugeln“ zu machen. War ein voller Erfolg.


Mein Erfahrungs-Tipp

Wenn du mehrere Kinder hast, mach lieber direkt die doppelte Menge. Es dauert keine fünf Minuten, bis sie sich streiten, wer welchen Schneeball geformt hat. Und leg eine alte Tischdecke drunter – ja, es ist sauberer als echter Schnee, aber der feine Staub vom Natron verteilt sich trotzdem überall.

Ach ja: Wenn der Schnee zu trocken wird, einfach ein bisschen mehr Rasierschaum unterkneten. Und wenn du das Ganze aufbewahren willst – luftdicht verpackt hält es sich zwei, drei Tage.


Fazit: Schnell gemacht, großer Effekt

Ich bin ehrlich – ich hätte nicht gedacht, dass so ein einfaches DIY so gut ankommt. Die Kinder waren kreativ, beschäftigt und hatten richtig Spaß. Und ich konnte daneben sitzen, einen Tee trinken und zusehen, wie der Wohnzimmer-Winter entstanden ist. Ganz ohne rote Nasen.

Wenn du also Lust hast, ein bisschen Winterzauber reinzuholen – probier’s aus. Kostet fast nichts, macht wenig Dreck und bringt viel Freude. Und vielleicht, ganz vielleicht, hast du selbst auch ein bisschen Spaß dabei.

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