Wie man Makramee macht: 7 grundlegende Knoten, die man beherrschen sollte

Wie man Makramee macht: 7 grundlegende Knoten, die man beherrschen sollte

Makramee lernen: Mein Einstieg in die Welt der Knoten (und warum ich hängen geblieben bin)

Ich war lange auf der Suche nach einem DIY-Projekt, das ich abends auf dem Sofa machen kann – was Ruhiges, Kreatives, aber nicht zu kompliziert. Nähen war mir zu aufwendig, Stricken zu langsam. Und dann bin ich zufällig bei Pinterest über diese wunderschönen, knotenreichen Wandbehänge gestolpert. Makramee. Ich dachte erst: Sieht cool aus, aber bestimmt mega kompliziert. War’s aber gar nicht.


Was ist Makramee überhaupt?

Im Grunde ist Makramee nichts anderes als Knoten – ganz ehrlich. Man braucht keine Nadeln, keinen Kleber, nichts High-Tech. Nur ein paar Schnüre, ein bisschen Geduld und ein paar grundlegende Techniken.

Der Stil kommt ursprünglich aus dem Orient und hat sich über die Jahrzehnte durch verschiedene Kulturen geschlichen. Heute kennt man’s vor allem als Boho-Deko: Wandbehänge, Pflanzenhänger, Hängesessel… manchmal auch Schmuck. Und ja – es bringt irgendwie sofort eine gemütliche, warme Atmosphäre in jeden Raum.


Was du brauchst, um loszulegen

Ich hab am Anfang wirklich nur das Nötigste gekauft:

  • Baumwollkordel (gibt’s als Makramee-Garn, aber Kleidungskordel oder Paketschnur geht auch)
  • Einen Holzstab oder einen Ast aus dem Wald
  • Eine gute Schere

Das war’s. Kein großes Invest – was ich richtig gut finde, wenn man erstmal schauen will, ob’s einem überhaupt liegt.


Begriffe, die dir am Anfang begegnen

Mir hat’s geholfen, ein paar Begriffe zu kennen, bevor ich richtig losgelegt hab:

  • Arbeitsfaden: Damit machst du den eigentlichen Knoten.
  • Trägerfaden: Der bleibt in der Mitte und wird vom Arbeitsfaden umknotet.
  • Sinnet: Wenn du denselben Knoten immer wieder machst, nennt man das so.

Klingt technischer, als es ist – nach zwei Versuchen weißt du, was gemeint ist.


Die ersten Knoten (und wie sie mir den Kopf verdreht haben)

Ich hab mit dem einfachsten überhaupt angefangen: dem Ankerknoten (oder Lark’s Head). Damit hängst du deine Schnüre am Stab ein. Easy.

Dann kam der halbe Knoten – und ich hab mich beim ersten Mal sowas von verheddert. Ich wusste nicht mal mehr, welcher Faden wohin gehört. Aber ehrlich: Nach drei Knoten hat’s klick gemacht. Und ich konnte nicht mehr aufhören.

Was dann folgte: quadratische Knoten, die sich perfekt für feste Muster eignen, Spiralknoten, die dem Ganzen eine coole Drehung geben, und später dann Rippenknoten (Clove Hitch), mit denen man Linien und Muster formen kann. Mein Wandbehang sah plötzlich nicht mehr nach Anfänger aus.


Mein erstes Projekt (und wie’s schiefging)

Ich hab mir vorgenommen, einen Pflanzenhänger zu machen. Dachte, das ist klein genug zum Üben. Was ich nicht bedacht hatte: Die Maße. Ich hab komplett falsch eingeschätzt, wie viel Garn ich brauche. Am Ende war mein Hänger zu kurz für den Blumentopf – sah mehr aus wie ein Makramee-Windlicht.

Aber ich hab was gelernt: Immer mehr Garn einplanen, als man denkt. Und: Fehler machen gehört dazu. Mein Mini-Hänger hängt heute noch im Bad – mit einem Teelichtglas statt Pflanze. Irgendwie charmant.


Ein paar Dinge, die ich gern früher gewusst hätte

  • Baumwollgarn franst schöner aus als synthetisches. Sieht weicher aus.
  • Je dicker die Schnur, desto schneller wird das Projekt fertig – ideal für Ungeduldige.
  • Es gibt viele Wege, denselben Knoten zu machen. YouTube hilft. Oder einfach ausprobieren.
  • Knoten nachziehen nicht vergessen! Sonst rutscht dir am Ende alles auseinander.

Makramee ist mehr als nur Wanddeko

Was ich an Makramee liebe: Du brauchst nicht viel Platz. Du kannst es draußen auf dem Balkon machen, auf der Couch, sogar im Zug (hab ich schon gemacht). Es entspannt, es wiederholt sich, und am Ende hast du was Schönes in der Hand.

Ich hab mittlerweile kleine Geschenke draus gemacht – Schlüsselanhänger, Untersetzer, Wandbehänge für Freund:innen. Und jedes Teil ist ein bisschen anders. Ein bisschen schief manchmal, aber hey – das macht’s irgendwie besonders.


Wenn du’s ausprobieren willst…

Fang klein an. Ein Mini-Wandbehang mit drei Knotenarten reicht völlig für den Anfang. Und dann kannst du immer weitergehen – mehr Fäden, größere Projekte, vielleicht ein Hängesessel? Wer weiß.

Makramee ist kein Trend, der wieder verschwindet. Es ist alt, simpel, beruhigend – und für mich einfach das perfekte Feierabend-Ding.

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