Wie man Ohrringe aus Fimo herstellt

Wie man Ohrringe aus Fimo herstellt

DIY-Ohrringe aus Polymer Clay – mein neues Lieblingsprojekt für verregnete Sonntage

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal selber Ohrringe mache. Und dann saß ich da – mit meinen Händen voller bunter Knetmasse, die ein bisschen wie Kinderspielzeug aussah, und war komplett versunken im Tun. Polymer Clay ist echt ein Mini-Wunder: günstig, super wandelbar und perfekt für kreative Ausbrüche, auch wenn man absoluter Anfänger ist. Ich hab aus einem halben Block gleich vier Paar Ohrringe gemacht. Und das Beste? Die sehen nicht selbstgebastelt aus – sondern richtig cool.


Was du brauchst – wirklich nicht viel

Ich hatte am Anfang keinen Plan, was ich genau brauche, also hab ich einfach ein kleines Starter-Set geholt. Im Grunde reicht dir:

  • Ein paar Blöcke Polymer Clay (nimm Farben, die gut zusammenpassen oder die du gern trägst)
  • Ein Nudelholz oder Acrylrolle
  • Kleine Ausstecher oder sogar eine umgedrehte Kappe
  • Zahnstocher (für die Löcher)
  • Ein altes Backblech
  • Heißkleber
  • Ohrstecker-Rohlinge und evtl. kleine Ringe (sogenannte Jump Rings)
  • Und eine Schere oder Messer, um die Teile vorsichtig abzulösen

Ich hatte tatsächlich fast alles schon zu Hause – das hat’s umso einfacher gemacht.


Los geht’s: Kneten, rollen, schneiden

Zuerst kommt das Kneten. Klingt banal, aber der Ton muss wirklich weich sein, sonst bricht er nach dem Backen schneller. Ich rolle den Ton immer so auf etwa 3–4 mm Dicke aus. Zu dünn ist riskant, zu dick sieht schnell klobig aus – zumindest an den Ohren.

Dann kommt der spaßige Teil: Muster reinmachen! Ich hab beim ersten Mal einfach eine alte Spitze vorsichtig reingedrückt – sah mega aus. Du kannst auch ein Blatt, einen Knopf oder sogar einen Gabelrücken nehmen. Echt – einfach kreativ werden.


Formen ausstechen (und die eigenen Ohren im Kopf behalten)

Für Ohrstecker nehm ich kleine, einfache Formen – Punkte, Tropfen, Herzchen. Die sind schnell gemacht und lassen sich super verschenken. Für auffälligere Hänger kombiniere ich zwei oder drei Teile: Oben was Kleines für den Stecker, unten was Längliches oder Rundes, das baumelt.

Beim Ausschneiden hilft es, schon vor dem Backen zu überlegen, wo die Löcher hinkommen. Ich nehm dafür einfach einen Zahnstocher und pieks vorsichtig durch. Wichtig: nicht zu nah am Rand. Ist mir leider einmal abgebrochen, nachdem ich alles schon gebacken hatte…


Backen, kleben, tragen

Sobald du alle Teile hast, leg sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech und back sie laut Anleitung. Meistens so 15–30 Minuten bei etwa 110–130 °C. Nach dem Abkühlen (bitte abkühlen lassen – auch wenn’s schwer fällt) klebst du die Ohrstecker mit einem kleinen Tropfen Heißkleber auf die Rückseite. Ich drücke sie ein paar Sekunden gut an, fertig.

Wenn du Hänger machst, verbindest du die Einzelteile mit diesen kleinen Ringen – eine Zange ist da echt praktisch, aber zur Not geht’s auch mit den Fingern.


Meine erste Erfahrung – und was ich daraus gelernt hab

Mein allererstes Paar war… naja, sagen wir mal “mutig”. Ich hatte knallgelb mit marmoriertem Blau kombiniert, und das sah ein bisschen nach 90er-Jahre-Wassereis aus. Aber es war mein erstes Paar – und ich hab’s trotzdem mit Stolz getragen. Inzwischen kombiniere ich lieber gedecktere Farben – Terrakotta, Salbei, Creme. Sieht direkt hochwertiger aus.

Und ganz ehrlich: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal gefragt werde, woher meine Ohrringe sind. Das ist mir schon mehrfach passiert – und das fühlt sich echt gut an.


Ein paar Tipps aus meinem Chaos

  • Teste neue Formen zuerst in neutralen Farben. Dann ärgerst du dich weniger, wenn’s nicht klappt.
  • Mach gleich mehrere Teile auf einmal – wenn der Ofen schon heiß ist, lohnt sich’s.
  • Bewahr die Reste auf! Aus kleinen Schnipseln kannst du marmorierte Muster machen.
  • Wenn du keinen Heißkleber hast, geht auch Sekundenkleber – aber vorsichtig dosieren.

Und jetzt?

Probier’s einfach aus. Ehrlich, das ist eins der DIYs, das wirklich Spaß macht und sich auch lohnt. Du hast in kurzer Zeit was Schönes in der Hand – oder eben am Ohr. Und wenn du mal nicht weißt, was du verschenken sollst: Selbstgemachte Ohrringe kommen immer gut an.

Ich hab inzwischen eine kleine Sammlung – und jedes Paar erzählt irgendwie eine kleine Geschichte.

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