Wie Sie eine DIY-Katzenhängematte für Ihren pelzigen Freund basteln können

Wie Sie eine DIY-Katzenhängematte für Ihren pelzigen Freund basteln können

DIY Katzen-Hängematte aus Holzreifen – gemütlich, stilvoll und einfacher als gedacht

Wenn du auch so ein Mensch bist, der seinem Haustier mehr bastelt als sich selbst, dann wirst du dieses kleine Projekt lieben. Ich hab letztens eine Hängematte für meine Katze gebaut – aus zwei Holzstickrahmen, ein paar Stoffresten und ein paar Schrauben. Und ich sag’s dir: Sie liebt das Ding. Also, sobald sie verstanden hat, dass das Teil nicht versucht, sie zu fressen.

Die Idee kam mir, als ich eh dabei war, mein Bastelzimmer aufzuräumen. Ich hatte noch ein paar Stickrahmen rumliegen, und irgendwie hat sich das alles dann zusammengefügt. Es sieht total hübsch aus, vor allem weil man den Stoff für die Hängematte einfach an die Einrichtung anpassen kann. Und das Beste: Man braucht kein handwerkliches Talent – ein Akkuschrauber reicht.


Das brauchst du (und ja, du hast vieles wahrscheinlich schon zu Hause)

Werkzeug:

  • Bohrmaschine mit 6 mm-Bohrer
  • Schere, Maßband, Stecknadeln
  • Bügeleisen (optional, aber hilfreich)
  • Nähmaschine (geht auch mit der Hand, dauert nur länger)
  • Bleistift, ein Stück Holz zum Gegenhalten beim Bohren
  • evtl. eine kleine Säge für die Holzleisten

Materialien:

  • 2 Stickrahmen aus Holz (Durchmesser ca. 45 cm)
  • 6 Holzleisten à 15 cm, 6 mm dick
  • 12 Schrauben + Flügelmuttern (je nach Dicke der Rahmen anpassen)
  • Stoff: 50 cm Fleece + ca. 25 cm Baumwolle für die Bänder
  • Nadel und Faden
  • evtl. Malerkrepp oder Klemme zum Fixieren beim Bohren

So hab ich’s gemacht (und was ich dabei gelernt hab)

Der Stoffteil – also die eigentliche Hängematte

Ich hab den inneren Teil eines Stickrahmens auf den Fleece gelegt, mit Bleistift umrissen und zweimal ausgeschnitten – du brauchst zwei Kreise. Dann hab ich aus Baumwollstoff sechs Bänder geschnitten, je ca. 4,5 cm breit und 53 cm lang. Die Kanten hab ich nach innen gebügelt, dann mittig gefaltet und abgesteppt. Die Enden hab ich einfach verknotet.

Dann wird’s ein bisschen tricky: Du faltest jedes Band zur Schlaufe, legst sie gleichmäßig verteilt auf einen der Fleece-Kreise, und dann legst du den zweiten Fleece-Kreis oben drauf – rechts auf rechts. Die Schlaufen liegen dazwischen, die Enden zeigen nach innen. Feststecken. Dann einmal rundherum nähen, aber eine Wendeöffnung lassen.

Danach umdrehen, die Öffnung mit einem Matratzenstich schließen. Fertig ist das Stoffteil. Fast zumindest.

Die Holzrahmen vorbereiten

Hier hab ich ein bisschen geflucht. Die Stickrahmen muss man nämlich so markieren, dass man sechs gleichmäßige Bohrlöcher außenrum setzen kann. Ich hab den Umfang ausgemessen, durch sechs geteilt und dann markiert – bei mir waren das so um die 24,5 cm Abstand pro Abschnitt. Wenn du’s ganz genau willst, hilft ein Maßband und ein bisschen Geduld.

Dann vorsichtig durchbohren – nicht zu nah am Rand, sonst splittert’s. Ich hab ein Stück Holz hinten drunter gehalten, damit ich nicht durch den Tisch bohre.

Für die Holzleisten das Gleiche: Löcher an beiden Enden, etwa 1 cm vom Rand weg. Am besten klebst du alle Leisten übereinander mit Malerkrepp, dann kannst du die Löcher gleichzeitig markieren und bohren.

Jetzt zusammenbauen

Die Leisten werden innen an einen der Stickrahmen geschraubt – Schraube durch das Loch im Rahmen, dann durch das Loch im Holz, Flügelmutter drauf. Dann den zweiten Rahmen oben drauf, genauso verschrauben. Ist ein bisschen fummelig, aber geht.

Wenn alles fest sitzt, kannst du die Hängematte einhängen – einfach die Stoffschlaufen über den oberen Ring legen und einen Doppelknoten machen. Ich hab die Schlaufen so verteilt, dass zwei gegenüberliegen und dann die anderen dazwischen – einfach Pi mal Daumen. Muss nicht perfekt sein, solange das Ding stabil hängt.


Und was sagt die Katze dazu?

Also ehrlich… am Anfang hat sie’s völlig ignoriert. Ich hab ein Leckerli reingelegt, sie hat’s rausgefischt und ist wieder abgezogen. Aber am nächsten Tag – keine Ahnung warum – lag sie plötzlich drin wie die Königin von Saba. Seitdem ist das ihr neuer Lieblingsplatz. Ich hab das Ding in eine ruhige Ecke gestellt, wo sie ihre Ruhe hat. Und ab und zu liegt sogar ein Spielzeug darunter, das sie da selbst hingeschleppt hat.


Noch ein paar Gedanken dazu

  • Der Stoff sollte robust, aber weich sein. Fleece ist super, weil’s nicht franst. Baumwolle für die Bänder ist okay, aber nicht zu dünn.
  • Die Konstruktion ist stabil, aber natürlich nix für große Hunde oder wild tobende Katzen.
  • Zum Waschen kann man die Hängematte einfach abknoten und in die Maschine werfen.
  • Wenn du’s verstauen willst: Einfach die Schrauben lösen, zusammenklappen, fertig.

Ich finde, solche DIYs machen einfach mehr Spaß, wenn man nicht nur etwas Schönes für sich selbst, sondern auch für ein kleines pelziges Familienmitglied macht. Und irgendwie hat das Teil sogar richtig Stil – vor allem wenn man sich einen schönen Stoff aussucht, der zum Raum passt.

Vielleicht probier ich das Ganze demnächst in einer größeren Version für mein Kaninchen… mal sehen, ob sie mich dann auch so anguckt wie die Katze jetzt. So nach dem Motto: “Na endlich hast du mal was Nützliches gebastelt.”

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