So erstellen Sie schnell und einfach ein Kreuzstich-Lesezeichen

So erstellen Sie schnell und einfach ein Kreuzstich-Lesezeichen

Lesezeichen selbst gestickt – klein, praktisch und einfach schön

Es gibt so Momente, da möchte man einfach zwei Leidenschaften miteinander verbinden. Bei mir ist das Lesen und Sticken. Bücher haben schon immer einen festen Platz in meinem Leben, und das Sticken hat sich da irgendwie dazugesellt. Irgendwann dachte ich mir: Warum nicht ein eigenes Lesezeichen sticken? Nichts Aufwendiges, aber etwas Persönliches – und vor allem etwas, das ich wirklich gebrauchen kann.


So fängst du an

Für den Anfang brauchst du gar nicht viel. Ein Stück Aida-Stoff, Stickgarn in Farben deiner Wahl, eine Sticknadel (mit stumpfer Spitze, damit du den Stoff nicht beschädigst) und eine gute Schere. Stoffkleber oder Fransenstopp ist auch praktisch, besonders wenn du das Lesezeichen nicht komplett umnähen willst.

Ich nehme am liebsten 16-ct Aida, das ergibt eine schöne, dichte Optik, ohne dass es zu fitzelig wird. Für ein Lesezeichen reicht ein Streifen von etwa 6,5 x 16 cm – hängt aber natürlich von deinem Design ab. Ich plane meist erst das Motiv und schneide dann zu.


Das Design – schlicht oder verspielt

Die Herzen, die ich auf meinem ersten Lesezeichen gestickt habe, waren ganz einfach: kleine, symmetrische Herzchen, gestaffelt in verschiedenen Rottönen (DMC 353 bis 349, falls du es genau wissen willst). Du kannst natürlich auch Blumen, kleine Bücher, Initialen oder Muster verwenden – alles, was sich gut in ein schmales, längliches Format einfügt. Wichtig ist nur, dass das Muster mittig sitzt.

Ein kleiner Tipp: Zähl vor dem Sticken die freien Felder links und rechts vom Motiv, damit du sicherstellen kannst, dass es am Ende nicht schief auf dem Stoff sitzt. Ich hab das beim ersten Mal vergessen… musste alles wieder auftrennen. War nicht mein stolzester Moment.


Falten, bügeln und fixieren

Sobald du fertig gestickt hast, schneide vorsichtig alle überstehenden Fäden auf der Rückseite ab. Dann faltest du beide Seiten des Stoffs zur Mitte hin, sodass sie sich leicht überlappen. Ich bügle diesen Schritt immer, damit der Stoff in Form bleibt – das macht das spätere Verkleben leichter.

Wenn du magst, kannst du die Ober- und Unterkante etwas ausfransen. Dafür einfach ein paar horizontale Fäden aus dem Aida ziehen. Ich mach das gerne am unteren Ende ein bisschen länger als oben – das wirkt irgendwie ausgewogen. Damit sich nichts weiter auftrennt, kannst du knapp oberhalb der Fransen einen Rückstich setzen oder mit etwas Fransenstopp arbeiten.


Zusammenkleben und sauber abschließen

Jetzt kommt der Stoffkleber ins Spiel. Klapp die hintere Seite auf, gib einen schmalen Streifen Kleber entlang der unteren Stoffkante, klapp die obere darüber und drück es gut an. Am besten legst du das Lesezeichen zwischen zwei Lagen Back- oder Wachspapier und beschwerst es mit einem Buch. So bleibt es flach und der Kleber zieht nicht durch.

Damit die Rückseite hübsch aussieht, kannst du ein Satinband in passender Farbe auf die Naht kleben. Auch hier wieder nur wenig Kleber benutzen – wenn du zu viel nimmst, drückt er durch den Stoff, und das sieht dann unsauber aus. Ich sprech da aus Erfahrung… mein erstes Exemplar hat leider einen dunklen Schatten auf der Vorderseite bekommen.


Klein, aber fein – und super als Geschenk

Wenn alles trocken ist, hast du dein ganz eigenes gesticktes Lesezeichen in der Hand. Es ist nicht nur praktisch, sondern auch ein kleines bisschen persönlich. Ich habe mittlerweile mehrere gemacht – für Freundinnen, als Beigabe in einem Buchgeschenk oder einfach, weil’s Spaß macht.

Und das Schöne ist: Es geht schnell, man kann ein paar Garnreste loswerden und es ist auch ein super Projekt, wenn man jemandem das Sticken beibringen will. Es muss nicht perfekt sein – gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen es besonders.

Also… vielleicht wird dein nächstes Lesezeichen ja auch nicht gekauft, sondern gestickt. Probier’s einfach mal aus.

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