Wie man eine Fleecedecke näht ?

Wie man eine Fleecedecke näht ?

Kuscheldecke aus Fleece – schnell genäht und richtig gemütlich

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber sobald es draußen kälter wird, schleiche ich mich abends automatisch mit einer Decke aufs Sofa. Am liebsten eine, die weich ist, warm hält und trotzdem nicht zu schwer aufliegt. Genau deshalb liebe ich selbstgemachte Fleecedecken – und das Beste: Man braucht weder viel Zeit noch großes Näh-Know-how, um sich (oder jemand anderem) so ein kuscheliges Teil zu zaubern.


Warum ich meine Fleecedecke selbst mache

Ganz ehrlich, die Dinger aus dem Laden… oft sind sie entweder teuer, zu dünn oder einfach nicht mein Stil. Ich wollte zum Beispiel mal eine Decke mit einem bestimmten Muster (es war ein Rentier mit Schal, sehr süß), aber hab nix gefunden. Also hab ich mir einfach Fleece mit dem Motiv bestellt und selbst losgelegt. Zwei Stunden später hatte ich meine ganz persönliche Kuscheldecke. Seitdem verschenke ich die auch gern – zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach so. Kommt immer gut an.


Was du brauchst

  • 2 Meter Fleece-Stoff (am besten Anti-Pilling)
  • Stoffschere oder Rollschneider
  • Stecknadeln oder Klammern
  • Teller oder ähnliches zum Rundungen schneiden
  • Nähmaschine, Overlock oder Nadel & Faden
  • Passendes Garn

Klingt nach viel, ist es aber echt nicht. Viele Sachen hast du wahrscheinlich sowieso schon da.


So hab ich’s gemacht

1. Stoff vorbereiten

Zuerst hab ich die Webkanten abgeschnitten – das sind die meist etwas härteren Ränder vom Stoff, die nicht so angenehm auf der Haut sind. Einfach gerade abschneiden, so gut es geht. Ich nehm dafür am liebsten meinen Rollschneider, geht schneller und sauberer.

Dann hab ich den Stoff einmal längs gefaltet und dann nochmal quer – also quasi in Viertel gelegt. So liegen alle vier Ecken aufeinander, und man kann sie in einem Rutsch rund schneiden.

2. Ecken abrunden

Hier kommt der Teller ins Spiel. Ich leg ihn an die Ecke und zieh mit einem Trickmarker oder Kreide die Rundung nach. Dann mit einer scharfen Schere abschneiden – fertig. Wenn der Stoff besonders dick ist, ruhig jede Ecke einzeln schneiden, sonst wird’s ungenau.

3. Kanten versäubern (wenn du magst)

Fleece franst nicht aus, also musst du theoretisch nix machen. Aber ich find, mit einem sauberen Rand sieht die Decke einfach schöner aus. Wenn du eine Overlock hast – super, das geht ruckzuck. Mit der normalen Nähmaschine kannst du aber auch einen Zickzack- oder Zierstich nehmen.

Oder – mein persönlicher Liebling – ein klassischer Blanket Stitch per Hand. Dauert länger, ja… aber mit einem schönen Garn (z.B. in Kontrastfarbe) sieht’s echt toll aus. Ich mach das oft beim Fernsehen, total entspannend.


Extra: Ärmel dran? Klar geht das!

Wenn du’s noch eine Nummer kuscheliger willst: Du kannst auch Ärmel an die Decke nähen. Dafür nimmst du einfach zwei Schlauchärmel aus dehnbarem Stoff (oder nähst sie selbst), schneidest auf Brusthöhe zwei passende Löcher und nähst die Ärmel dort ein. Ich hab das einmal gemacht für jemanden, der gern auf dem Balkon liest – und nie kalte Arme kriegen wollte. Kam super an.


Noch ein Tipp aus Erfahrung

Fleece kann ganz schön rutschig sein beim Nähen – also nicht hetzen und lieber mit Nadeln oder Stoffklammern arbeiten. Und was ich anfangs nicht wusste: Nicht jeder Fleece ist gleich. Manche pillen schnell oder sind zu dünn. Ich achte inzwischen darauf, dass es Anti-Pilling-Fleece ist, und greife eher zu etwas dickerem Material.


Fazit (ohne dass es wie ein Fazit klingt…)

Ob als schnelles Geschenk oder einfach nur für dich selbst – eine Fleecedecke zu nähen macht Spaß, spart Geld, und du bekommst genau das, was du willst. Ich hab mittlerweile vier Stück im Schrank – jede anders, jede geliebt.

Wenn du also mal was Einfaches nähen willst, das trotzdem nützlich ist… probier’s mal mit einer Decke. Ich wette, du bleibst nicht bei einer.

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