DIY Mercury Glas: So hab ich meine Vasen in kleine Vintage-Schätze verwandelt
Ich hab neulich beim Aufräumen ein paar alte Glasvasen gefunden – total langweilig, aber irgendwie zu schade zum Wegwerfen. Und dann bin ich über dieses DIY mit „Mercury Glass“ gestolpert. Dieser leicht antike, gesprenkelte Look… ich war sofort verliebt. Also hab ich’s ausprobiert – und ganz ehrlich? Das Ergebnis sieht aus wie aus einem schicken Interior-Laden, aber ich hab’s mit ein paar Sprühstößen und einem alten Glas in der Küche gemacht.
Wenn du auf diesen leicht glamourösen, aber nicht zu aufdringlichen Vintage-Stil stehst, ist das wirklich was für dich.
Was du brauchst
Ich hatte zum Glück schon alles zuhause, außer die silberne Spiegelfarbe – die hab ich im Baumarkt gefunden. Du brauchst:
- Glasgefäße (z. B. Vasen, Teelichthalter, alte Marmeladengläser…)
- Sprühflasche
- Destillierten weißen Essig
- Wasser
- Spiegelspray (ich hab Silber genommen – geht aber auch in Gold, Roségold, Kupfer…)
- Küchenpapier
- Handschuhe (optional, aber gut wenn du nicht voll Farbe sein willst)
So bin ich vorgegangen
1. Flüssigmischung vorbereiten
In die Sprühflasche hab ich zur Hälfte Wasser und zur Hälfte Essig gefüllt. Ich weiß nicht genau, warum Essig – aber irgendwas in der Mischung sorgt dafür, dass die Farbe sich nicht überall gleichmäßig verteilt. Und genau das macht ja diesen Mercury-Look aus.
2. Glas vorbereiten
Ich hab meine Hände mit Handschuhen geschützt und die Gläser gut gereinigt. Am besten fasst du sie nur noch von innen an, damit keine Fingerabdrücke auf die Außenseite kommen. Dann hab ich die Außenseite ganz fein mit der Essig-Wasser-Mischung besprüht. Wichtig: nicht zu nass! Es sollten wirklich nur feine Tröpfchen sein – keine Pfützen.
3. Erste Farbschicht
Direkt nach dem Sprühen hab ich mit etwa 30 cm Abstand die erste ganz leichte Schicht Silberfarbe drübergesprüht. Nur kurz – wirklich hauchdünn. Dann hab ich ein Stück Küchenpapier leicht zerknüllt und vorsichtig getupft. Dadurch verschwinden einige Tropfen und die Farbe wird an manchen Stellen unterbrochen. Das ist der Moment, wo man zum ersten Mal diesen „gealterten“ Effekt sieht. Ich hab da schon gedacht: oh wow, das funktioniert wirklich.
4. Schichten aufbauen
Danach kommt der Trick: Man macht das Ganze mehrmals – aber ab jetzt in umgekehrter Reihenfolge. Also zuerst Farbe, dann direkt die Essigmischung aufsprühen und wieder tupfen. Das hab ich bei meinen Gläsern ungefähr 5–6 Mal gemacht. Du kannst natürlich aufhören, wenn du zufrieden bist. Bei mir hat’s ungefähr 15 Minuten pro Glas gedauert, weil ich zwischendurch auch einfach geschaut hab, wie es sich entwickelt.

Ein paar Tipps, die ich unterwegs gelernt hab
- Nicht zu nah sprühen – sonst wird die Farbe zu dick und der Effekt geht verloren. Lieber mehr dünne Schichten.
- Unbedingt lüften – Spiegelspray riecht ziemlich intensiv.
- Nicht zu perfektionistisch sein – gerade die unregelmäßigen Stellen sehen am besten aus.
Ich hab auch versucht, mal innen statt außen zu sprühen – sieht nochmal anders aus. Etwas matter, aber auch schön. Kommt drauf an, was man möchte.
Trocknen lassen & fertig!
Nach der letzten Schicht hab ich die Gläser einfach ein paar Stunden trocknen lassen. Wer mag, kann noch einen glänzenden Klarlack drüber sprühen – ich hab’s bei einem Glas gemacht, die anderen hab ich matt gelassen. Beides hat was.
Und dann hab ich Teelichter reingesetzt. Sobald das Licht durch die gesprenkelte Farbe scheint, wirkt das Ganze richtig edel. Besonders abends auf dem Tisch oder am Fenster… total stimmungsvoll.
Wofür ich sie benutze
Ich hab inzwischen drei davon – eins im Bad, eins im Wohnzimmer und eins steht auf dem Balkon. Es ist so ein kleiner Hingucker, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Und bei einer Freundin hab ich’s mal als kleines DIY-Geschenk mitgebracht – kam richtig gut an.
Also falls du auch so ein paar langweilige Gläser rumstehen hast… probier’s aus. Kostet fast nichts, macht Spaß, und man hat richtig was davon. Kein perfektes Bastelprojekt – aber genau das macht’s für mich irgendwie besonders.

