Wie man einen Infinity-Taschenschal näht

Wie man einen Infinity-Taschenschal näht

Der Schal, der mehr kann – ein kuscheliges Versteck zum Umhängen

Ich geb’s zu – ich hab eine kleine Schwäche für Dinge, die gleichzeitig praktisch und hübsch sind. Und dieser selbstgenähte Infinity-Schal mit Geheimtasche? Der ist genau sowas. Sieht aus wie ein ganz normaler Schlauchschal, fühlt sich weich und bequem an, aber: innen drin ist ein kleines Versteck mit Reißverschluss. Für Reisepass, ein bisschen Geld, Lippenpflege oder was man sonst so unauffällig bei sich tragen will.

Ich hab mir so einen vor einer Reise genäht und ehrlich gesagt – ich war überrascht, wie nützlich das Ding wirklich ist. Kein Rumkramen mehr im Rucksack, keine Panik, wenn man mal kurz aufs Klo muss im Flughafen und nicht alles mitschleppen will. Einfach Schal über, passt.


Welcher Stoff eignet sich?

Also… nimm was, das sich gut anfühlt. Klingt banal, aber wenn du das Ding um den Hals trägst, willst du nicht kratziges Plastik. Ich hab leichten Baumwolljersey genommen – fließt schön, ist nicht zu warm und hat ein Muster, das kleine Nähfehler gnädig kaschiert.

Muster helfen übrigens auch, die Nähte um die Tasche ein bisschen zu verstecken. Uni geht natürlich auch, dann solltest du halt besonders ordentlich nähen. Oder es einfach charmant als DIY-Stil verkaufen, das geht auch immer.


Was du brauchst

Nicht viel, ehrlich:

  • 2 Meter Stoff (Jersey, Flanell, Baumwolle… je nachdem, wie dick dein Schal werden soll)
  • eine 25 cm lange, „unsichtbare“ Reißverschluss (geht aber auch ein normaler)
  • passendes Nähgarn
  • Nähmaschine
  • Schere, Stecknadeln, Maßband
  • evtl. Zipper-Fuß für den Reißverschluss (praktisch, aber nicht zwingend)

So hab ich’s gemacht

Stoff vorbereiten

Ich hab meinen Stoff zuerst auf 72 x 32 Inch (also ca. 183 x 81 cm) zugeschnitten. Das ergibt einen schön dicken Schal. Wenn du’s schmaler willst, kannst du auch nur die Hälfte der Breite nehmen und zwei Schals daraus machen.

Dann längs falten, rechte Stoffseiten aufeinander. Ein paar Zentimeter vom Rand entfernt markierst du dir, wo der Reißverschluss sitzen soll.

Reißverschluss einsetzen

Das war der Teil, wo ich erstmal YouTube bemühen musste – aber ist eigentlich gar nicht so schlimm. Reißverschluss an der markierten Stelle feststecken, dann mit dem Zipperfuß einnähen. Danach nähst du die Naht an den Seiten des Reißverschlusses einfach zu Ende – und du hast eine lange Stoffröhre mit versteckter Öffnung.

Die Schal-Enden zusammennähen

Jetzt wird’s etwas knifflig: Greif durch die Röhre und zieh das andere Ende durch, bis sich die beiden kurzen Seiten treffen (rechte Stoffseiten liegen wieder aufeinander). Achte darauf, dass die Nahtlinien aufeinandertreffen – wenn du Muster hast, auch die. Dann steckst du alles fest, lässt eine kleine Öffnung frei (so 10 cm), nähst den Kreis zu und wendest den Schal durch diese Öffnung.

Öffnung schließen

Den gewendeten Schal ziehst du jetzt so zurecht, dass du durch den Reißverschluss die noch offene Naht wieder nach außen holen kannst. Dann nähst du sie zu – entweder mit der Maschine oder mit ein paar unsichtbaren Handstichen. Danach alles wieder reinschieben und Reißverschluss zu. Fast fertig!

Die Tasche absteppen

Damit die Tasche wirklich funktioniert, musst du die Lagen rund um den Reißverschluss noch absteppen – also einfach je eine Naht links und rechts vom Reißverschluss machen. So entsteht das eigentliche Fach. Ich hab mir dabei das Muster zunutze gemacht und einfach an einer hellen Linie entlang genäht, damit’s nicht so auffällt.


Was passt rein?

Also, keine Ziegelsteine. Aber ein Reisepass, Kreditkarte, ein paar Geldscheine – das geht locker. Ich hab auch mal meine AirPods und einen Lippenpflegestift drin gehabt. Wichtig: je mehr du reinpackst, desto sichtbarer wird natürlich die Tasche. Ich versuche daher, es schlank zu halten.

Beim Tragen einfach den Schal einmal drehen und um den Hals legen, so dass die Tasche innen liegt. Wenn du unauffällig bleiben willst, achte drauf, wie du reingreifst – lieber kurz in die Ecke gehen als mitten im Menschengewühl an der Tasche rumzupulen.


Kleines Fazit zwischendurch

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so begeistert bin von… einem Schal. Aber ganz ehrlich – das Teil ist super. Es sieht nicht nur gut aus, es gibt auch dieses kleine Gefühl von „Ha, niemand weiß, dass ich mein Zeug hier trage!“ Und irgendwie liebe ich genau das.

Falls du’s ausprobieren willst – tu’s. Und mach direkt zwei, du wirst den zweiten garantiert verschenken wollen.

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