Wie man einen DIY-Häkel-Pflanzenhänger herstellt

Wie man einen DIY-Häkel-Pflanzenhänger herstellt

Makramee trifft Häkeln: Pflanzhänger aus T-Shirt-Garn selber machen

Ich hatte schon ewig so einen Makramee-Pflanzenhänger im Kopf – diese Dinger, die man von der Decke hängen lässt und wo dann eine grüne Pflanze so richtig schön rumbaumelt. Aber ehrlich? Makramee ist mir zu fummelig. Knoten zählen, Spannung halten, alles hübsch gleichmäßig… das stresst mich irgendwie. Also hab ich’s einfach gehäkelt. Und zwar mit T-Shirt-Garn. Dick, weich, dehnbar – und in ’ner Stunde ist man durch.

Wenn du häkeln kannst (und sei es nur ein bisschen), kannst du das hier auch. Versprochen. Du brauchst nicht mal komplizierte Maschen – alles bleibt ganz basic. Und falls du noch ein altes Shirt rumliegen hast: Daraus lässt sich das Garn auch selbst machen. Ziemlich cool eigentlich, oder?


Was du brauchst

  • Häkelnadel Größe Q (15 mm) für das T-Shirt-Garn
  • Eine kleinere Häkelnadel (z. B. Größe J oder 6 mm) zum Vernähen
  • T-Shirt-Garn (super bulky)
  • Einen Blumentopf oder Behälter
  • Einen Metallring (ca. 4 cm Durchmesser)
  • Schere

Optional: Ein bisschen Geduld beim Zählen der Luftmaschen – aber selbst da kann man schummeln, ehrlich gesagt.


Der Boden – dein Pflanzenteller

Du startest ganz klassisch mit einem Ring aus Luftmaschen. Ich hab 10 gemacht – damit bleibt ein kleines Loch in der Mitte, falls dein Topf unten ein Abflussloch hat. Verbinde den Ring mit einer Kettmasche.

Dann geht’s los: Eine Luftmasche, dann in jede Masche 2 feste Maschen. Das Ganze mit einer Kettmasche schließen. Nächste Runde: wieder eine Luftmasche, dann 2 feste Maschen in eine Masche, dann 1 feste in die nächste… und immer im Wechsel weiter. So wächst der Kreis gleichmäßig.

Mach so viele Runden, bis dein Kreis etwa so groß ist wie der Boden deines Blumentopfs.

Ich hatte irgendwann das Gefühl, ich müsste den Kreis größer machen, weil der Topf so „reinrutschen“ soll. Hat aber dann beim Aufhängen zu viel geschwabbelt – also lieber wirklich an den Bodendurchmesser halten.


Jetzt geht’s hoch – die Aufhängung

Wenn dein Kreis passt, machst du direkt weiter mit der ersten Aufhängung. Dafür häkelst du einfach eine lange Luftmaschenkette – ich hab 50 Maschen genommen, dann nochmal 6 extra, weil mein Topf ziemlich breit ist.

Dann den Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen. Zähl dir am besten kurz die Maschen, damit du später die anderen genauso lang machen kannst. Glaub mir, wenn da später eine Schnur länger ist, hängt der Topf schief. Ist mir passiert. Nervig.


Noch drei weitere Schnüre

Die zweite Schnur häkelst du auf der gegenüberliegenden Seite. Dafür nimmst du einen neuen Faden, ziehst ihn durch eine Masche und machst eine Luftmaschenkette in der gleichen Länge wie eben. Ende wieder sichern.

Dasselbe machst du dann nochmal links und rechts – insgesamt hast du dann vier Schnüre, die schön verteilt sind. Bei größeren Töpfen kannst du auch sechs oder acht Schnüre machen. Dann hängt das Ganze stabiler.


Alles zusammenknoten

Jetzt kommt der Teil, der aussieht wie bei einem echten Makramee-Hänger: Du nimmst alle vier (oder mehr) Schnüre und fädelst sie durch den Metallring. Ich hab sie paarweise genommen und mit festen Doppelknoten befestigt.

Falls du keine Lust auf so einen Ring hast, kannst du sie auch direkt zusammenknoten und eine Schlaufe machen. Funktioniert genauso.


Seiten verbinden – damit der Topf nicht durchrutscht

Jetzt geht’s ans „Zusammenziehen“: Du legst den Topf in die Mitte der Konstruktion und suchst dir den Punkt an den Schnüren, der ungefähr auf Topfhöhe ist. Dort nimmst du jeweils zwei benachbarte Schnüre und verbindest sie mit einem Stück Garn oder einem Knoten. So entsteht eine Art Netz.

Mach das rundherum. Wenn du’s ganz sicher willst, kannst du nochmal versetzt Schnüre verbinden – also z. B. Schnur 1 mit 3, 2 mit 4 usw. Dann ist alles wirklich fest.

Ich hab das beim ersten Mal komplett vergessen. Sah super aus – bis ich den Topf reingesetzt hab. Rausgeflutscht. Erde auf dem Boden. Pflanze beleidigt. Also ja – dieser Schritt ist wichtig.


Fäden vernähen und fertig

Zum Schluss schneidest du alle losen Enden ab oder ziehst sie mit der kleinen Häkelnadel durch das Gehäkelte zurück. Muss nicht super ordentlich sein, sieht man am Ende kaum.

Jetzt kommt der schönste Teil: Topf rein, aufhängen, freuen. Ich hab meine Hänger an einer Klemmstange am Fenster befestigt – so kriegt meine kleine Efeutute richtig schön Licht.


Fazit: Schnell gemacht, super Effekt

Das hier ist eins dieser Projekte, das easy aussieht – und das auch wirklich ist. Du brauchst kein riesiges Häkelwissen, kein teures Material und kein stundenlanges Sitzen. In zwei Stunden (mit Tee-Pause) war mein erster Hänger fertig.

Und ja: Ich hab direkt drei weitere gemacht. Für Bad, Küche, Schlafzimmer… ein paar Pflanzen mehr schaden nie, oder?

Also, schnapp dir ein altes Shirt oder dein Lieblingsgarn – und probier’s aus. Dein Fensterbrett wird’s dir danken 🌿

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